02.03.2019 in Allgemein

ASF macht Begegnung mit Marie Juchacz möglich

 

Auf eine Begegnung mit Marie Juchacz, der ersten Frau, die im deutschen Parlament sprechen durfte, waren offenbar viele gespannt. Der Saal des Casino Capitol war voll besetzt, SPD Stadträtinnen Helen Heberer, Nazan Kapan und Lena Kamrad sowie zahlreich Gemeinderatskandidatinnen der SPD waren gekommen und auch Thorsten Riehle, Capitol-Chef und Kooperationspartner in der Veranstaltungsreihe „Starke Stimmen“, war mit dabei.  Mit einer „Starken Stimme“, dem Einspieler der (nach)gesprochenen Rede von Marie Juchacz, begann dann auch die Veranstaltung:  „Meine Herren und Damen (Gelächter), es ist das erste Mal, dass eine Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf, und ich möchte betonen, dass es die Revolution gewesen ist, die auch in Deutschland die alten Vorurteile überwunden hat.“ 

Mit diesen Worten eröffnete die SPD-Abgeordnete und spätere AWO-Gründerin ihre Rede vor der Nationalversammlung in Weimar im Februar 1919. Im Zwiegespräch mit Schauspielerin Bettina Franke, die in die Rolle von Marie Juchacz schlüpfte, trug die AsF-Vorsitzende Claudia Schöning-Kalender wichtige Stationen aus dem Leben von Marie Juchacz vor. Im Anschluss daran konnten die Zuhörer und Zuhörerinnen nochmals größere Ausschnitte aus der Rede hören, diesmal authentisch vorgetragen von Bettina Franke. „Viele Punkte aus dieser Rede boten Anlass für eine spannende Diskussion,“ freute sich die ASF Vorsitzende und Stadträtin Schöning-Kalender, „denn die Themen sind heute gleichermaßen aktuell: die Präsens von Frauen in den Parlamenten, der Ruf nach einem Paritätsgesetz, die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit, das Chancengleichheitsgesetz und vieles andere mehr“.

 Nach diesem sehr ernsthaften und hochengagierten Meinungsaustausch sangen zum Abschluss viele der Anwesenden augenzwinkernd mit Claire Waldorff   „Raus mit den Männern aus’m Reichstag,…., rin in die Dinger mit de Frau!“

02.03.2019 in Ankündigungen

Das Nachttaxi für Frauen in Mannheim kommt!

 

Die SPD hatte es bereits vor drei Jahren gefordert und dann erneut zu den letzten Haushaltsberatungen beantragt. Jetzt kommt das Frauen-Nachttaxi. Die Stadt stellt dafür 25.000 Euro im Jahr zur Verfügung. Eine Werbekampagne soll das Nachttaxi bekannt machen. 

Die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion Dr. Claudia Schöning-Kalender begrüßt das: „Wir sind hoch erfreut darüber, dass es jetzt im zweiten Anlauf gelungen ist, das Frauen-Nachttaxi auch in Mannheim einzuführen. Das ist eine gute Nachricht für alle Frauen, die nachts allein in Mannheim unterwegs sind.“. Sie ist sich sicher: „Das Frauen-Nachttaxi wird die subjektive und objektive Sicherheit von Frauen in Mannheim erhöhen. Es hilft dabei, dass Frauen mobil sein und am öffentlichen Leben teilnehmen können – auch ohne Auto.“

Schöning-Kalender lobt auch das vom Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Mannheim erarbeitete Konzept. „Es verspricht eine einfache und transparente Handhabung sowohl durch die Nutzerinnen als auch in der Abwicklung zwischen Taxizentrale und Stadt. Wichtig ist jetzt eine breit angelegte Webekampagne für dieses neue Angebot.“

Mehr Infos: 

Zielgruppe: alle weiblichen Jugendlichen ab 14 Jahren und alle Frauen, die im Mannheimer Stadtgebiet privat unterwegs sind. Frauen bzw. Mädchen, die mit einer männlichen Begleitperson, die über 14 Jahre alt ist, unterwegs sind, können das Frauen-Nachttaxi nicht nutzen.

Nutzungszeiten: ganzjährig zwischen 22:00 - 06:00 Uhr. 

Geltungsbereich: Fahrten innerhalb der Stadtgrenzen Mannheims 

Die Nutzerinnen erhalten einen Zuschuss pro Fahrt in Höhe von 7 €. Sie zahlen nur die Differenz zum Betrag, der auf dem Taxameter ausgewiesen ist. 

Der Zustieg ist überall möglich – unabhängig vom ÖPNV.

Nutzung: Die Nutzerin bestellt telefonisch ein Taxi bei der Zentrale. Alternativ ist auch das Heranwinken eines Taxis auf der Straße möglich.

Die Registrierung der Fahrt und die Kontrolle der Nutzung erfolgt digital und automatisch durch eine App, die von den Taxifahrer*innen bei der Abrechnung bedient wird.

01.10.2018 in Ankündigungen

Für Demokratie, Menschlichkeit und Rechtsstaat

 

Am 03. Oktober 2018 wird die ASF Mannheim zusammen mit vielen anderen ein Zeichen für Demokratie, Menschlichkeit und Rechtsstaat setzen. Kommt und unterstützt uns!

 

02.09.2018 in Allgemein

Die ASF erinnert an 30 Jahre Quote: es bleibt viel zu tun!

 

Am 30.August 1988 beschloss die SPD auf ihrem Parteitag in Münster die Quote: mindestens 40% Frauen und Männer sollten in allen Parteigremien und auf allen Wahllisten vertreten sein. Der Beschluss war nicht selbstverständlich, immerhin war eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig. Und die Stimmung in der Gesellschaft wie auch in der SPD war keineswegs pro Quote: so zitiert die damalige ASF-Vorsitzende Inge Wettig-Danielmeier eine Tageszeitung mit den Worten „Ein Gespenst geht um. Unbedarft und ohne Weitblick für das Wesentliche kommt es auf Stöckelschuhen daher, lehrt selbst den mannhaften Bürger das Fürchten: die Quotenfrau.“ 
Die Quote sollte zunächst zeitlich befristet angewendet werden, die Befristung wurde aber schon vorzeitig auf dem Bochumer Parteitag 2003 aufgehoben. Karin Junker, die damalige ASF-Vorsitzende, begründete den Entfristungsantrag mit den Worten „Das Ziel ist doch die Parität, die gleichberechtigte Verteilung der politischen Verantwortung innerhalb der Partei.“ Bis heute hält sich das Stigma der „Quotenfrau“ jedoch hartnäckig und schreckt nach wie vor – leider – manche Frau davon ab, eine Machtposition innerhalb oder außerhalb der Partei aktiv anzustreben.  
Dennoch: „Der Quotenbeschluss von Münster hat die SPD verändert“, so die Mannheimer ASF-Vorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende Claudia Schöning-Kalender, „der Anteil der Frauen in Mandaten und wichtigen Parteiämtern stieg deutlich an. Allerdings brauchte es auch 30 Jahre, bis mit Andrea Nahles erstmals eine Frau den Parteivorsitz übernahm. Und nicht zuletzt hat die von der SPD maßgeblich durchgesetzte Quote für Frauen in den Aufsichtsräten von Dax-notierten Unternehmen in den letzten Jahren gezeigt, dass es durchaus genügend qualifizierte Frauen für Führungspositionen gibt.“ 
Warum nicht auch in der Partei? Das Prinzip der Freiwilligkeit, so die Erfahrung,  ist bei der Vergabe von Machtpositionen offenbar nur begrenzt hilfreich. „Daran wird auch in der Zukunft noch zu arbeiten sein,“ mutmaßt Schöning-Kalender.

 

Links

SPD Mannheim: www.spd-mannheim.de

Bundes ASF: www.asf.de

Landes ASF: www.asf-bw.de

Landesfrauenrat: http://www.lfrbw.de/

OB Peter Kurz: www.ob-peter-kurz.de/

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